3. Meer - Sea

Welt-Ozean: Erster Zustandsbericht [DE]

Hamburg, NN, 2010-11-18: Der erste Zustandsbericht über den Weltozean, der „World Ocean Review“, wurde am 18. November in Hamburg der Presse vorgestellt. Pate dafür standen die Klimaberichte des internationalen Klimarates, die vor genau 20 Jahren erstmals erschienen.

„Zu warm, zu hoch, zu sauer, zu ausgebeutet,“ brachte der Ozeanograph Martin Visbeck, Sprecher des Kieler Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft“ den Zustand der Weltmeere auf eine kurze Formel. „Aber noch ist der Ozean nur ein Sorgenpatient. Wir müssen uns anstrengen, dass er nicht zum Sorgenfall wird.“

Der profunde und einzigartige Bericht zeigt den Zustand der Weltmeere und die Wirkungszusammenhänge zwischen Ozean und ökologischen, ökonomischen und gesellschaftspolitischen Bedingungen auf. Er erklärt den von den Ozeanen maßgeblich beeinflussten Klimawandel und die ungewisse Zukunft unserer Küsten ebenso, wie er die zunehmende Verschmutzung der Meere und die verfehlte Fischereipolitik anklagt.

In den Bericht ließen rund 250 Meeres- und Klimaforscher des Kieler Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft“ die wissenschaftlich anerkannten und überprüften Forschungsergebnisse einfließen. Finanziert wurde der Report von der Stiftung Ocean, Wissenschaft und Forschung (Ocean Science and Research Foundation), die logistische Unterstützung leistete das Internationale Ozeaninstitut auf Malta. Beides sind Gründungen der großen alten Dame der Meerespolitik, Elisabeth Mann Borgese, der jüngsten Tochter von Thomas Mann, die im Jahre 2002 verstarb. Herausgeber ist der Maribus-Verlag, eine Gründung des Mare-Verlegers Nikolaus Gelpke. Das 240 Seite starke, großformatige und verständlich geschriebene Werk ist kostenlos erhältlich unter http://www.worldoceanreview.com.

DER OZEAN IST NICHT UNENDLICH

Der erste Bericht zum Zustand der Weltmeere ist vor allem auch ein Appell an die Politiker, vorsorglich zu handeln. Denn der Ozean gibt noch viele Rätsel auf. In der anschließenden Gesprächsrunde machte Visbeck darauf aufmerksam, dass nur etwa 10 Prozent des Meeresbodens überhaupt bekannt seien. Zu den großen ungeklärten Fragen gehöre auch die Versauerung der Meere und das zukünftige Schicksal des Golfstroms, der Warmwasserheizung Europas.

An der vom Spiegel-Redakteur Gerald Traufetter moderierten Gesprächsrunde nahmen neben Visbeck und Gelpke auch Paul F. Nemitz, Abteilungsleiter Meerespolitik der EU-Kommission, und der Schauspieler und Dokumentarfilmer Hannes Jaenicke teil.

LEERGEFISCHT

An Nemitz gewandt kritisierte Visbeck vor allem die desolate Fischereipolitik. „90 Prozent aller Fische über 1,20 Meter sind weggefischt. Wenn das so weiter geht, wird es bis 2048 keinen fangbaren Fisch mehr im Ozean geben.“ Das sei umso dramatischer, fügte Gelpke hinzu, weil Fisch das Grundnahrungsmittel für viele Menschen in Asien und Afrika sei. „Es sind europäische Fischereiflotten, allen voran die Spanier und Portugiesen, die die Meere vor Westafrika leer fischen.“ Nemitz gab zu, dass die Fischereipolitik in der Tat eine Katastrophe sei. „Als vor Kurzem die Fangquoten in der EU festgesetzt wurden, folgten die für Fischerei zuständigen Minister der EU-Mitgliedsländer nicht den Ratschlägen der Wissenschaftler – wieder einmal. Auch Deutschland stimmte den viel zu hohen Fangquoten zu.“ Jedoch habe sich die EU verpflichtet, bis 2021 den guten Zustand des Meeres wieder herzustellen. Das sei eine EU-Richtlinie, die die Mitgliedsländer zu Aktionen verpflichte.

Jaenicke verwies indes darauf, dass gesetzlichen Regelungen wirkungslos seien. Eine Kontrolle sei kaum möglich. „Der Kampf gegen die illegale Fischerei ist wie der Kampf gegen den Drogenhandel“, sagte er. Aber hier seien vor allem auch die Verbraucher gefragt, die genau nachfragen sollten, woher ihr Fisch komme.

ÖLKATASTROPHEN UND BRENNENDES EIS

Hunderttausend Mal mächtiger als die Fischereilobby sei aber die Öllobby, waren sich die Gesprächspartner einig. Während im vergangenen Sommer alle Welt auf die havarierte Bohrinsel im Golf von Mexiko schaute, vergesse man, dass es im Niger-Delta in Nigeria im Durchschnitt fünf Mal pro Woche zu einer massiven Ölleckage kommt, von denen die Welt kaum erfahre. Hier ist vor allem Shell tätig.

Gelpke wies auf die noch ungenutzte Energieressource der Methanhydrate hin, gefrorenes Methan, das überall an den Schelfrändern der Kontinente zu finden ist, aber auch in den Permafrostböden Sibiriens und Kanadas. Nach Visbeck enthält das vorhandene Methanhydrat zehn Mal so viel Energie wie alle fossilen Erdöl- und Erdgaslager zusammen, seine Gewinnung sei jedoch äußerst problematisch. An den EU-Vertreter gewendet, mahnte Gelpke deshalb an, dass der Zugang zu dieser Ressource frühzeitig geregelt werden müsse. Sonst bestehe die Gefahr, dass die Industrie nach ihren eigenen Regeln vorgehe. „Schon jetzt formieren sich die großen Ölfirmen zu einer Lobby für die Methanhydratförderung.“

MÜLLKIPPE

Visbeck, der Wissenschaftler, machte aber auch auf die unsichtbaren Probleme aufmerksam, wie den rasanten Artenschwund oder das Müllproblem. „Eine Babywindel beispielsweise treibt 450 Jahre im Meer, bevor sie zersetzt ist.“ Aus eigener Erfahrung berichtete er, dass er bei seiner diesjährigen Forschungsreise mitten auf dem Atlantik mehr Müll gesehen habe, als auf den Reisen zuvor. Jaenicke, der für einen Dokumentarfilm im Pazifik unterwegs gewesen war, steuerte anschaulich seine Erfahrungen von der Durchquerung des sogenannten „Great Pacific Garbage Patch“ bei. Das ist ein viele hundert Quadratkilometer großer Ozeanwirbel im Nordpazifik, der den Müll wie ein Magnet in seinen Strudel einsaugt. Wie der Ozean-Review dokumentiert, zählten Forscher hier eine Million Plastikteile pro Quadratkilometer. Ende 2008 berechneten sie, dass in diesem gewaltigen Wirbel rund 100 Millionen Tonnen Plastikmüll kreisen. Fast sauber erscheinen dagegen Europas Küsten: Hier registrierten Forscher auf dem Meeresboden „nur“ bis zu 100 000 mit bloßem Auge sichtbare Müllteile. Der Müll gelangt vor allem aus dem Binnenland über die Flüsse in die Meere.

PERSPEKTIVEN, DIE MUT MACHEN

Aber es gehe auch anders, stellten die Redner fest. Gelpke wies auf die Bohrinsel hin, die seit Jahrzehnten mitten im Nationalpark Wattenmeer Öl fördert. Ihre Sicherheitsstandards seien so hoch, dass die Umwelt hier nie in Gefahr gewesen sei.

Doch wohlmeinende Umweltschutzmaßnahmen seien nicht immer die richtigen, gab Visbeck zu bedenken. So habe die Schwefelreduktion im Treibstoff der Schiffe, die durch die Ostsee fahren, dazu geführt, dass dafür mehr CO2 ausgestoßen werde. Dennoch betonte er: „Die Schutzmaßnahmen für die Ostsee sind eine Erfolgsgeschichte. Ohne den Helkom-Meeresschutzvertrag zwischen den Anrainerstaaten wäre die Ostsee heute wahrscheinlich bereits tot.“ Allerdings habe auch der Zusammenbruch der Wirtschaft in den ehemaligen Ostblockstaaten zur Gesundung der Ostsee beigetragen, fügte Nemitz hinzu.

Visbeck wollte es nicht nur bei den Problemen belassen: „Das Meer bietet auch Lösungen an.“ Als Beispiel nannte er chemische und pharmazeutische Wirkstoffe aus Meeresorganismen. „Auf den Kontinenten sind bereits 90 Prozent aller biologischen Wirkstoffe getestet, im Meer höchstens 25 bis 40 Prozent.“

Dem pflichtete Nemitz bei: „Man muss das Meer auch aus wirtschaftlichen Gründen schützen. Denn irgendwann ist man wahrscheinlich dringend auf die Artenvielfalt angewiesen.“ Aber er gab auch zu: „Weniger wirtschaftliche Tätigkeit bedeutet auch weniger Umweltverschmutzung.“


Hanns-J. Neubert, 2010-11-25, Länge: 7600 Zeichen

Maria S. Merian

Hier geht es zum Bericht über eine Gästeausfahrt mit dem neuen Eisrandforschungsschiff »Maria S. Merian« anlässlich der Übergabe am 9. Februar 2006.

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Probefahrt

Hamburg 2006-02-10

Ein Schnäppchen ist dieses Fahrzeug nicht gerade, beschleunigt nicht einmal so stark wie ein Radfahrer und würde mit seiner Höchstgeschwindigkeit von 28 Kilometern pro Stunde selbst in einer verkehrsberuhigten Zone den Verkehr behindern.

Dennoch ist es das reinste Vergnügen, dieses nagelneue, großzügig ausgestattete High-Tech-Fahrzeug Probe zu fahren. Ans Steuer durfte ich natürlich nicht, denn der stolze Besitzer fürchtete, dass sein Neuerwerb Schrammen oder gar Beulen bekommen könnte. Abgesehen davon: Auf ein Steuerrad hat man völlig verzichtet, dafür aber gleich drei Fahrersitze vor den übersichtlich angeordneten Armaturen der über zehn Meter breiten Konsole angeordnet.

Das kann man für einen Kaufpreis von 56,4 Millionen Euro aber auch schon verlangen. Schließlich ist das Fahrzeug fast 95 Meter lang und enorme 19 Meter breit. Dennoch dürfen normalerweise nur 46 Personen darauf fahren.

Was für ein Luxusauto trotz der 5.700 Kilowatt (7.650 PS) erbärmliche Werte wären, sind für ein Schiff dieser Größe schon ganz anständige Eigenschaften.

Forschungsschiff »Maria S. Merian«

Ja, ein Schiff, ein Forschungsschiff. Der erste Neubau für die deutsche Meeresforschung seit 15 Jahren. Am 26. Juli 2005 taufte es die ehemalige Forschungsministerin Edelgard Bulmahn auf den Namen »Maria S. Merian«. Gestern, am 9. Februar 2006 wurde »Maria S. Merian« in Warnemünde der Wissenschaft übergeben. Ein Geschwader von 18 Schiffen, allen voran das Forschungsschiff »Alkor« des Kieler Instituts für Meereskunde-Geomar, holte sie bei regnerischem, ein wenig stürmischen Wetter auf See ab und geleitete sie zum Passagierkai Liegeplatz 7 von Rostock-Port, dem Aida Cruise Terminal. Von Bord des Fischeischutzbootes »Seeadler«, einem mächtigen, über 70 Meter langen, grau-schwarzen Wachboot, das üblicherweise seine Kontrollfahrten bis zu den Fischgründen bei Grönland ausdehnt, konnte eine Gruppe von Wissenschaftsjournalisten, darunter auch ich, der ersten Begegnung mit dem neuen Forschungsschiff unter trübem Himmel beiwohnen.

Seeadler am Kai
Vor der Ausfahrt mit dem Fischereischutzboot »Seeadler«

Brücke Seeadler
Auf der Brücke der »Seeadler«: »Maria S. Merian« in Sicht



Forscherin und Künstlerin

Nach dem Flaggenwechsel hielten Prof. Dr. Frieder Meyer-Krahmer, Staatssekretär im Bundesbildungsministerium, Dr. Harald Rengstorff, Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker, Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), und Prof. Dr. Bodo von Bodungen, Direktor des Leibnitz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) ihre Übergabereden.

Winnacker ging dabei auf den überaus interessanten Lebenslauf der schon zu ihrer Zeit bekannten Künstlerin und Naturforscherin Maria Sibylla Merian ein, die 1647 in Frankfurt geboren wurde, 1699 mit ihrer jüngsten Tochter eine Expedition ins Hinterland von Suriname unternahm und 1717 in Amsterdam starb. Mehr über diese außergewöhnliche Frau kann man in der Wikipedia erfahren.

Maria S. Merian am Kai
Vor der Ausfahrt auf die Ostsee vor Warnemünde: »Maria S. Merian«

Mit einstündiger Verspätung legte die »Maria S. Merian« zu ihrer vierstündigen Gästeausfahrt auf die Ostsee ab. Mit dabei: Schülerinnen und Schüler von deutschen Schulen, die ebenfalls nach Maria S. Merian benannt sind. In den nagelneuen, blitzsauberen Labors zeigten Wissenschaftler, für welche Arbeiten sie die neue Forschungsplattform in Zukunft nutzen werden.

Ebenfalls an Bord: »Mr. Methanhydrat« Prof. Dr. Gerhard Bohrmann von der Universität Bremen, Romanheld im Bestseller »Der Schwarm« von Frank Schätzing (s.a. Hanns-J. Neubert (1997): Energie vom Meeresboden, GEO 03/97, S. 167).

Arbeitsdeck Maria S. Merian
Auf dem Arbeitsdeck der »Maria S. Merian«



Fahreigenschaften

Rein äußerlich zeigt schon der Knicksteven, wo einmal das Haupteinsatzgebiet der »Maria S. Merian« liegen wird: Am Eisrand der Arktis und im nördlichen Golfstrom. Eine Eisdicke von 50 Zentimetern zu brechen, soll kein Problem sein. Vom geräumigen Hangar auf dem Arbeitsdeck können Wasserschöpfer direkt außenbords gefahren werden, während Wissenschaftler und Techniker vor Sturm, Wellen und Kälte geschützt bleiben. So ist Meeresforschung durchaus in Anzug und Krawatte möglich — allerdings haben bereits die Meereskundler vor 70 Jahren an Bord nie auf ihre korrekte Gesellschaftskleidung verzichtet, wie Biologe Professor Henschel auf der »Meteor«-Reise 1923 bis 1927.

Auch wenn das neue Eisrandforschungsschiff nun wirklich kein Luxusliner ist, eines hat es mit der berühmten »Queen Mary 2« gemeinsam: Den POD-Antrieb. Bei diesem Schiffsantrieb hängt der Propeller, direkt angetrieben von einem Elektromotor, an einer drehbaren Gondel unter dem Schiff an einer besonders strömungsgünstigen Stelle. Die Gondel lässt sich um 360 Grad drehen, ein Ruder ist überflüssig. Vielmehr lässt sich ein damit ausgerüstetes Schiff »auf dem Teller« wenden, kann sogar seitwärts fahren. Solche Antriebe sparen nicht nur bis zu 10 Prozent Treibstoff, sie sind auch äußerst geräusch- und vibrationsarm — ein enormer Vorteil für Forschungsarbeiten mit empfindlichen Messgeräten oder an Mikroskopen.

Das zeigte sich während der Ausfahrt in die kabbelige Ostsee. Wären da nicht die engen Gänge, steilen Treppen und zweckmäßig-spartanischen, aber gemütlichen Kammern, würde man kaum merken, dass man sich auf einem fahrenden Schiff befindet. Wind und Schneeregen über der Ostsee machten es drinnen in der großen Messe umso gemütlicher, besonders wenn sich ab und zu eine Welle in einem der Bullaugen wie in einer Waschmaschine drehte.

Ein Wiedersehen

Für mich war die kurze Ausfahrt auf der »Maria S. Merian« auch ein Wiedersehen mit alten Freunden. Ende der 70er Jahre machte eine »Ostsee-Gang« von vier Doktoranden und mir als dem Diplomanden die Labors des Sonderforschungsbereichs 93 der Universität Kiel unsicher. Wochenlange Forschungsreisen auf dem damals noch neuen, aber nur knapp 30 Meter langen und engen Forschungskutter »Litorina« schweißten zusammen. Die nicht enden wollenden Stürme waren im Sommer 1977 mitunter so heftig, dass wir in Landnähe Schutz suchen mussten, weil das Schiff nicht mehr gegen die Wellen ankam. Wegen Seekrankheit mussten die Kommilitonen mitunter meine Wache als Ausguck mit übernehmen. Einer arbeitet heute am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, einer in Brasilien und zwei am IOW. Einer dieser beiden, Bodo von Bodungen, Direktor des Instituts für Ostseeforschungs Warnemünde, ist heute der stolze Herr über die »Maria S. Merian«.

Bodo am Kranzwasserschöpfer
Am Kranzwasserschöpfer im Hangar: Prof. Dr. Bodo von Bodungen, Direktor des Leibnitz-Instituts für Ostseeforschung in Warnemünde, Herr über die »Maria S. Merian«

Bodo und Hajo
Wiedersehen: Bodo von Bodungen und der Autor.

Links:

Person Maria Sibylla Merian (Wikipedia):
http://de.wikipedia.org/wiki/Maria_Sibylla_Merian

Schiff des Instituts für Ostseeforschung Warnemünde:
http://www.io-warnemuende.de/miscell/merian/

Hanns-J. Neubert
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Waterkant

Die "Aktionskonferenz Nordsee" e.V. (AKN) teilt mit:

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift WATERKANT (Heft 3 / 2005)
geht am kommenden Donnerstag (29. September 2005) in den Versand.

WATERKANT - Untertitel: Umwelt + Mensch + Arbeit in der Nordseeregion - erscheint als Mitteilungsblatt der AKN im mittlerweile 20. Jahrgang. Das Blatt ist ein non-profit-Projekt, das von ehrenamtlich arbeitenden Menschen geschrieben und redaktionell produziert wird. Die jüngste Nummer befasst sich auf 32 Seiten unter anderem mit

- dem Ergebnis der Bundestagswahl und der Frage, warum sich nichts ändert (Editorial);
- Rüstungsaltlasten in Nord- und Ostsee;
- der EU-Chemikalienverordnung REACH;
- Hamburgs Baggergutverklappung;
- der bevorstehenden Wattenmeer-Konferenz;
- dem Elbe-Badetag;
- Pharma-Wirkstoffen in Wasser und Gewässern;
- der zweifelhaften Kooperation von "National Geographic" und BAYER sowie
- den makabren Plänen des Bundes, eine ehemalige KZ-Insel für "sanften Tourismus" zu verhökern.

Und selbstverständlich geht es nicht zuletzt um die Veranstaltungsreihe der AKN zum SRU-Meeresgutachten.

Auf der Webseite der WATERKANT (http://www.waterkant.info) gibt es

- ein vollständiges Inhaltsverzeichnis der aktuellen Ausgabe;
- zwei der Artikel zum Kennlern-Download;
- viele weitere Informationen über unser Zeitschriftenprojekt sowie
- ein vollständiges Register aller bisher erschienenen Ausgaben.

Interessenten erhalten ein kostenloses Ansichtsexemplar durch eine
E-Mail an redaktion@waterkant.info, können aber auch im Internet ein solches Probeheft anfordern beziehungsweise die Zeitschrift abonnieren.

2005-09-27 [ddd]

Schiff wird zum Rettungsboot

2005-05-16

Schiff wird zum Rettungsboot
Welt am Sonntag, 2005-05-15

Neues Sicherheitskonzept in der Fährschifffahrt macht das Oberdeck bei einer Havarie zum Rettungsfloß

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Brummen der Ozeane

2005-04-18

Das Brummen der Ozeane
Welt am Sonntag 2005-04-17

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Ozean-Netzwerk, Lissabon

2005-04-09

Lissabon   Am 8. und 9. April trafen sich rund 85 Vertreter europäischer Meeresmuseen und Aquarien im Oceanarium von Lissabon, um ihre Erfahrungen der vergangenen zwei Jahre zusammenzufassen. In dieser Zeit wurden ihre gemeinsamen Aktivitäten von der EU gefördert. Dieses Abschlusssymposium des europäischen Netzwerkprojektes »Oceanics« eröffnete zugleich neue Perspektiven für die zukünftige Zusammenarbeit der Meeresmuseen.

»Tu' was für die Ozeane« war das Motto, zu dem in den zwei Jahren Sonderausstellungen und -veranstaltungen durchgeführt wurden, die den Besuchern der Museen und Aquarien die Probleme der Ozeane nahe brachten. Begleitende Befragungen kamen immerhin zu dem Ergebnis, dass ein Drittel der Besucher so ins Nachdenken kamen, dass sie versuchen wollten einige Aspekte ihres Umgangs mit Wasser, Chemikalien, Autos und Nahrungsmitteln zu überdenken. Denn sie hatten verstanden, dass sich ihre Lebensweise langfristig auf die Gesundheit der Meere auswirkt.

Eine wichtige Erkenntnis der versammelten Experten war, dass bei der Verfolgung gemeinsamer Ziele immer auch die kulturellen Unterschiede der jeweiligen Länder beachtet werden müssen. Was die Besucher des Brüsseler Naturmuseums beeindruckt, kann das Publikum in Lissaboner Oceanarium kalt lassen.

Um die zukünfige gemeinsame Zusammenarbeit weiterhin auch ohne Zuwendungen aus Brüssel zu stärken, planen die Museums- und Aquarienleute, ihre Aktionen stärker zu fokussieren. Ideen dazu ließen sie sich von externen Experten vortragen, mit denen sie sich eine Zusammenarbeit auch über ihr Netzwerk hinaus vorstellen können. Dazu gehören der WWF, die US-amerianische Aktion für den bewusten Umgang mit Nahrungsmitteln aus dem Meer und verantwortungsbewusste Industrieunternehmen.

Auch haben sie sich vorgenommen, in Zukunft stärker auf die Interessen von Journalisten einzugehen und ihnen dabei zu helfen, ihre Beiträge noch fundierter und interessanter zu formulieren und zu gestalten, ohne sie als »Lobbyisten« zu missbrauchen. Hanns-J. Neubert, freier Journalist und Vizepräsident der EUSJA, der Europäischen Union der Organisationen der Wissenschaftsjournalisten, gab ihnen dazu Einblicke in die Arbeitsweise der Medien.
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Impressionen aus Lissabon gibt es hier..

Hanns-J. Neubert (Nt)
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